Gefahrgutunfall auf B243: 40-Tonner verliert Nickeloxid

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SEESEN (am). Ein über fünfstündiger Gefahrgut-Einsatz hat am Donnerstagmittag auf der B 243 zwischen Münchehof und Anschlussstelle Gittelde-Nord Feuerwehr, Polizei, DRK und Rettungsdienst beschäftigt: Gegen 12 Uhr steuerte ein 40-Tonner, der auf dem Weg nach Aue in Sachsen unterwegs war, den Parkplatz „Am Ziegenberg“ - auf der B 243 zwischen Münchehof und Anschlussstelle Gittelde-Nord - an. Auf dem Parkplatz entdeckte der Fahrer das Malheur. Vom Lkw-Auflieger trat Flüssigkeit aus und tropfte auf den Asphalt. Den „Auflieger“ mit den Gefahrgutfässern aus England, hatte der Fahrer im Hamburger Hafen übernommen.
Beim Versuch, den Stoff unter dem LKW zu binden, kam er mit der Substanz in Kontakt. Vorsorglich wurde er vor Ort untersucht und kam anschließend ins Krankenhaus. Nur kurze Zeit später konnte er das Krankenhaus jedoch wieder verlassen. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften aus den Landkreisen Osterode und Goslar bekämpften die Feuerwehren die Folgen des Gefahrgutunfalls. Insgesamt 155 Kräfte eilten nach der Alarmierung zur Einsatzstelle und sperrten zunächst einen Sicherheitsbereich um den Lkw ab. Nach Auskunft von Einsatzleiter Uwe Borsutzky (KBM) konnte erst auf Umwegen über die Absender- und Empfängerfirma geklärt werden, dass es sich um das gesundheits- und umweltgefährdende Nickeloxid (UN-Nummer 3077) handelte.
Unter schwerem Atemschutz und mit Chemieschutzanzügen, ging ein Trupp zur Erkundung vor. Mit insgesamt sechs Trupps zu je zwei Personen überprüfte die Feuerwehr die Gefahrgut-Ladung. Die aus dem Gefahrenbereich kommenden Einsatzkräfte wurden an der dafür eingerichteten Dekontaminationsstelle dekontaminiert. Des Weiteren wurden alle notwendigen Vorrichtungen getroffen, um zu verhindern, dass die Chemikalie ins Grundwasser gelangt. Der 40-Tonner hatte 88 Fässer geladen, von denen sich zwei, als undicht herausstellten. Ein Feuerwehrmann, ebenfalls unter schwerem Atemschutz, steuerte den Gabelstapler um 10 Fässer abzuladen. Nur so konnten die beiden leckgeschlagenen Behälter erreicht werden. Diese wurden in Überfässer gepackt um ein weiteres Austreten der Chemikalie zu unterbinden. Aus welchem Grund die Behälter undicht wurden, konnte nicht abschließend geklärt werden. Die Ladung war vorschriftsmäßig auf dem Lkw gesichert. Am frühen Abend konnte der 40-Tonner seine Fahrt in Richtung Aue fortsetzen. Die Bundestraße blieb für gut fünf Stunden bis 17 Uhr für den Verkehr voll gesperrt.
Hier die ersten Bilder:





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19.7.12 16:07
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